Weihnachtsbrief 2018

Liebe Tierfreunde, liebe Freunde des ARH,             Weihnachten 2018

haben auch sie diesen Supersommer genossen? Sonne satt, Badespaß ohne Ende und ein Tag heißer als der andere.
Nun, für die meisten Menschen mag das wirklich ein toller Sommer gewesen sein. Doch die schlimmen Auswirkungen werden wohl erst später zu Tage treten.
Wenn ich heute zum Fenster hinausschaue, sehe ich eine zauberhafte Landschaft, halb vom Nebel verhüllt, über dem die Sonne langsam emporsteigt. Verborgen bleibt die gemarterte Welt, verdurstend und verdorrend. Viele Pflanzen und Tiere haben ihr Leben gelassen du es werden noch viele folgen. Winterschläfer wie Igel, müssten sich nun ihre Fettreserven anfuttern. Doch es gibt nichts. Amphibien können nicht zu ihren Winterquartieren wandern, weil es zu trocken ist. So nehmen sie Notquartiere in Kauf, die aber oft nicht die nötigen Voraussetzungen erfüllen. Viele werden im Frühling nicht mehr erwachen.

Unsere sowieso schon vollen Pflegeplätze, werden in Spätherbst sicherlich wieder viele Igel aufnehmen müssen, damit sie nicht zum Sterben verurteilt sind. Dann werden sich zu Hund, Katze und Huhn, wieder Wildtiere gesellen.

2018 war ein sehr schwieriges Jahr für unseren Verein. Es gab viele Notfälle und sehr wenige Interessenten für die Tiere.
Da Unterschwaningen obendrein durch das Netz der Tierheimversorgung fällt, ist unser Verein der einzige Ausweg für viele Hilfesuchenden. Eigentlich ist die Zuständigkeit der Tierheime durch die Zahlung der Gemeinden an die Vereine geregelt. Leider gibt es in dieser Regelung ein schwarzes Loch und das heißt Unterschwaningen! Wir übernehmen die Tiere, die in unserem Bereich gefunden werden, bekommen aber keinerlei finanzielle Zuwendung durch die Kommunen, so wie andere Vereine. Was das für unser sowieso schon bedrohlich schmales Budget heißt, kann man sich dann schon vorstellen.
Im nun vergehenden Jahr, waren verletzte Tiere zu versorgen, die mehrfach sehr kostspielige Operationen und Behandlungen bedurften.
Auf unseren Pflegestellen warten tolle Katzen, die so gerne ein eigenes Zuhause hätten. Wir stellen ihnen einige vor:

Ernst-August wurde bei einem Tierarzt abgegeben. Der junge Kater hatte sich ein Bein gebrochen und sollte eingeschläfert werden. In Kooperation mit Tierarzt und Verein konnte er operiert werden und zog erst einmal auf eine Pflegestelle. Der hübsche, rote, aber etwas eigenwillige Kater, sucht ein neues Zuhause. Mit Menschen ist er wirklich nett und freundlich. Bei anderen Katzen hingegen, entscheidet die Sympathie.

 

Felix ist ein etwa fünf bis sechs Jahre alter rot-weißer Kater. Felix wurde verletzt und sehr krank gefunden. Er war bis auf die Knochen abgemagert. Nach einer Operation, bei der ihm die Ohrenspitzen abgenommen und die restlichen Backenzahn-Stumpen entfernt wurden, ging es sehr schnell aufwärts. Nun ist er ein extrem menschenbezogener, verschmuster und hübscher Kerl. Er ist auf der Pflegestelle mit den Katzen verträglich, nur Hunde sind nicht so sein Ding. Felix braucht einen Platz an der frischen Luft. Ein eingenetzter Balkon oder Ähnliches, würde ihm aber genügen.
Und nun einige unserer Pfleglinge, die uns in diesem Jahr viel Freude und Sorgen bereitet haben:


Krabat, eine kleine Krähe, wurde von einem Auto angefahren und hopste hilflos auf der Straße herum. Nach einer anstrengenden Zeit des Fütterns und Pflegens, durfte er wieder in die Natur zurück.

Wie jedes Jahr wurden wieder viele Jungvögel bei uns abgegeben, die hilflos aufgefunden wurden. Unsere erfahrene Pflegestelle nahm sich ihrer an und entließ sie wieder in die Freiheit.

Die Unterbringung, Versorgung und tierärztliche Behandlung unserer Schützlinge kostet viel Geld. Da wir ein recht junger und noch kleiner Verein sind, der aber doch immer wieder vor großen Aufgaben steht, brauchen wir dringend Hilfe. Ob Geldspenden – die natürlich streuerlich absetzbar sind – oder Sachspenden, sind sehr willkommen. Oder könnten sie sich vorstellen ein Pflegetier aufzunehmen und bis zur Vermittlung zu beherbergen? Denn auch hier ist großer Bedarf!

Neu ist, dass wir nun auch über PayPal Spenden (info@tierschutzverein-arh.de) entgegennehmen können. Den Button dazu finden sie auch auf unserer Internetseite oder auf Facebook.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, Patenschaften für schlecht vermittelbare Tiere zu übernehmen. So könnte man die oft hohen Kosten für diese Langzeitgäste etwas abfangen.
Wie wäre es denn mit einer Patenschaft als Weihnachtsgeschenk? Ein etwas anderes Präsent, das auch noch wirklich Gutes tut!

Ronja ist eine etwa dreijährige Katze, die im Wald lebte. Sie hat dort ihre Kinder zur Welt gebracht, die aber leider gestorben sind. Ronja würde sich sehr über Paten freuen, die ihr etwas zum Lebensunterhalt hinzugeben würden. Die Katze hatte eine Kopfverletzung, die auch ihr rechtes Auge zerstört hat. Sie ist motorisch etwas gestört und manchmal auch ein wenig unberechenbar.

Sie steht hier stellvertretend für unsere unvermittelbaren Tiere, die zwar auf den Pflegestellen bleiben, aber natürlich weiterhin vom Verein unterhalten werden müssen.

Liebe Tierfreunde, wir wünschen ihnen gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit ein paar besinnliche und ruhige Stunden. Genießen sie die Zeit mit ihren Lieben und kommen sie gut in das Jahr 2019.

Dies wünscht Ihnen die Vorstandschaft und das gesamte Team
des Tierschutzvereins Altmühlfranken und Region Hesselberg e.V.